Die bakterielle Endosymbiose der Zellen

Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen

von

Dr. Dr.
Peter Schneider

Tierarzt und Anthropologe
Maldonado, Uruguay; Email: peter@pferdemedizin.com

Homepage: http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

 

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

 "Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie"
(2. Auflage 2008, ISBN: 978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

© 2003 by Peter Schneider

Seit langem wird vermutet, dass die Zellen von Menschen und Tieren aus „verstaatlichten“ Mikroorganismen entstanden sind. Diese Erkenntnis und einige ihrer Gesetzmäßigkeiten wurden u.a. von Prof. Enderlein bereits vor fast 100 Jahren formuliert und über mehr als 40 Jahre mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie systematisch erforscht.

 

Übersichten über seine Ergebnisse finden sich z.B. in den Büchern „Bakterien-Cyclogenie“ und „Akmon Bd. I - III“ von Prof. Günther Enderlein, „Blutuntersuchung im Dunkelfeld“ von Dr. Maria Bleker, „Die unsichtbare Macht des Endobionten“ von HP Peter Linhart oder „Dunkelfeld, Blutdiagnostik, Bioelektronische Diagnostik nach Vincent - Ein Leitfaden zum Pleomorphismus nach Prof. Dr. Günther Enderlein und Dr. Wilhelm von Brehmer in Verbindung zum bioelektronischen Terrain nach Vincent“ von HP Dipl.-Ing. Christiane H. I. Häring.

 

Zur Zeit beobachten die japanischen Wissenschaftler N. Okamoto und I. Inouye von der Universität in Tsukuba, Japan, die Entstehung einer neuen Algenart aus einem Einzeller, der eine Grünalge zur Untermiete einziehen lässt und dabei sein Energiegewinnungssystem von "Fressen" auf  "Sonnenenergie" umstellt (nach Wissenschaft.de).

 

Heute ist bekannt, dass der Mensch zu über 90% aus Mikroorganismen und anderen "Fremdlingen" besteht (s.a. SPIEGEL-ONLINE vom 3. März 2010). Auch bei ihm findet offenbar ein reger Austausch zwischen Mikroorganismen innerhalb und außerhalb des Körpers statt. So besitzen Japaner Darmbakterien mit "Sushi-Genen", die aus Meeresbakterien stammen und den Menschen eine verbesserte Nahrungsverwertung ermöglichen (NATURE vom 19.02.2010).

 

Außerdem wurde kürzlich das Erbgut von Bakterien auch im Genom von Wespen gefunden (Univ. Münster).

 

Zur Endosymbiose siehe auch die interessanten Bilder und Videos des Arztes Christian Humburg.

Symbiose und Parasitismus

Symbiose bezeichnet die innige Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Spezies zum beiderseitigen Nutzen. Der Mensch sowie die meisten Tiere und Pflanzen (Wirte) leben symbiontisch mit Mikroorganismen (Symbionten). Beispiele sind die bakterielle Besiedlung der Haut und des Verdauungstraktes oder auch der Wurzeln von Pflanzen.

 

Für die symbiontischen Mikroorganismen bedeutet diese Verbindung Ernährung, Schutz und stabile Milieubedingungen; für den Wirt kann die Verbindung eine Bereitstellung von Nährstoffen und einen Schutz vor anderen, pathogenen Mikroben bedeuten.

Der Begriff “Symbiose” wurde ursprünglich von dem deutschen Botaniker Anton de Bary (1873) als „Zusammenleben unterschiedlich benannter Organismen“ definiert. Dabei wurde zunächst nicht differenziert, ob die beiden Partner sich gegenseitig nützen oder schaden. Heute bezeichnet eine Symbiose oder „Mutualismus“ eine positive Interaktion zwischen einem kleinen (Symbiont) und einem großen Partner (Wirt) zu beiderseitigem Nutzen, während eine negative Interaktion „Parasitismus“ genannt wird. Ein neutrales, gleichgewichtiges Verhältnis zwischen den beiden Partnern nennt man „Kommensalismus“.

Die Beziehung zwischen den beiden Partnern muss jedoch nicht unbedingt stabil sein. So kann sich z.B. aus einem neutralen Kommensalismus ein Parasitismus entwickeln, wenn die Bedürfnisse des kleineren Partners durch den Wirt nicht mehr befriedigt werden können. Ein Beispiel hierfür ist das aus der Umwelt stammende Bakterium Pseudomonas aeruginosa, ein Kommensale der Haut und des Dickdarmes. Dieser Keim kann durch eine Verschiebung des Gleichgewichtes und eine starke Veränderung des Milieus z.B. infolge einer Hautverbrennung oder einer Blockade des Dickdarmmeridians zu einem Parasiten werden, einem sog. „opportunistischen Pathogen“. 

Wie neuere naturwissenschaftliche Untersuchungen an Amöben gezeigt haben (siehe unten), können jedoch auch pathogene, parasitäre Mikroorganismen durch die Zelle aufgenommen und in ihr als regelrechte Organellen integriert werden. Pathogene können somit zu echten Symbionten werden! Als Folge kann eine Zelle mit völlig neuen, verbesserten Eigenschaften entstehen. Nach der Auffassung der modernen Evolutionsbiologie ist dieser Vorgang eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung eines vielzelligen Lebens.

In manchen Fällen führt ein langfristiges Zusammenleben zur sog. „Symbiogenese“, und es entwickeln sich neue Organe, neue Körper und neue Arten. Der Begriff Symbiogenese stammt von dem Russen Konstantin Mereschkowsky († 1921), der damit die Bildung neuer Organe und Organismen durch symbiontische Verschmelzung bezeichnete.

 

In diesem Zusammenhang weist der Nobelpreisträger Joshua Lederberg ausdrücklich darauf hin, dass die Mikroben Menschen (und Tiere) keineswegs umbringen wollen, sondern dass wir in einem kooperativen Miteinander mit ihnen leben müssen.

 

Spontanheilungen von Krebserkrankungen stehen übrigens oft in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit einer heftigen bakteriellen Infektion (DIE WELT vom 23. Januar 2008).

Einzigartigkeit durch Einverleiben – die moderne Endosymbiontentherorie

Vor einigen Jahrzehnten wurden neue Methoden der Embryologie und Biochemie entwickelt, mit denen auch neue Überlegungen bezüglich der stammesgeschichtlichen Entwicklung möglich wurden. So ließen sich z.B. die Eigenheiten der Larvenentwicklung oder die lineare Abfolge von Aminosäuren in bestimmten Proteinen studieren.
In den letzten Jahren haben zudem stark verbesserte Verfahren der Elektronen- und Lichtmikroskopie völlig neue Einblicke in die Innenstruktur von kleinsten Lebewesen und von Zellbestandteilen größerer Lebensformen ermöglicht und eine riesige Fülle von neuen Details zutage gefördert.

Im Jahr 1959 stellte R. H. Whitaker erstmals sein Konzept der „Fünf Reiche der lebenden Organismen auf der Erde“ vor. Dieses Konzept, das in den letzten Jahrzehnten von der Wissenschaft mehr und mehr akzeptiert wurde, umfasst die folgenden Reiche der wichtigsten Lebensformen mit Angabe der Mindestzahl der integrierten genetischen Systeme (aus Prof. Lynn Margulis: „Die andere Evolution“, Spektrum, 1999).

-         Prokaryotae oder Monera: Bakterien,
nicht durch Symbiogenese entstanden, Mindestanzahl integrierter Genome: 1

-    Protoctista: Algen, Einzeller (Protozoen), Schleimpilze und andere, weniger bekannte im Wasser lebende oder parasitische Lebewesen,
Mindestanzahl integrierter Genome: 2

-    Pilze (Fungi): Schimmelpilze, Hutpilze, Flechten,
Mindestanzahl integrierter Genome: 3

-    Tiere (Animalia): Wirbellose und Wirbeltiere,
Mindestanzahl integrierter Genome: 4

-    Pflanzen (Plantae): Moose, Farne, Nackt- und Bedecktsamer,
Mindestanzahl integrierter Genome: 5.

Die Prokaryota unterscheiden sich von den anderen vier Reichen, den sog. „Eukaryota“, dadurch, dass ihnen ein Zellkern fehlt. Ihre Erbsubstanz (sog. „Nucleoid“) ist nicht in Chromosomen organisiert und von einer Eiweißhülle umgeben. Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass auch ihre Biochemie einfacher ist.

Eukaryotische Zellen sind durch Verschmelzung von mindestens 2 bis 5 Arten entstanden, und sie enthalten verschiedene, relativ große Zellstrukturen (sog. „Organellen“), von denen einige durch eigene Membranen vom übrigen Zytoplasma abgegrenzt sind.

Die „serielle Endosymbiontentheorie“ besagt, dass sich die Evolution als eine Abfolge von symbiontischen Verschmelzungsprozessen vollzogen hat. In den letzten Jahren mehren sich jedoch die Hinweise dafür, dass Bakterien auch durch Rückentwicklungen in der Evolution entstanden sein könnten. Ein Hauptindiz hierfür ist die vor allem bei pathogenen Bakterien vorkommende geschlechtliche Vermehrung, die es normalerweise nur bei höheren Organismen gibt. Dieses und andere Indizien deuten darauf hin, dass die Mehrzahl pathogener Bakterien während ihrer Evolution ursprünglich Pflanzen oder Pilze waren, die ihr Chlorophyll verloren haben und sich an eine parasitäre Lebensweise angepasst haben. Nähere Ausführungen hierzu finden sich in dem Artikel "Professor Enderlein’s Forschung aus heutiger Sicht“.

Zusätzlich zu den endosymbiontischen Mikroorganismen kommen in den Säugerzellen auch Mikroben vor, die keine Symbiose eingegangen sind. Dies sind meist zellwandfreie Formen von Bakterien („CWD“), die teilweise als Kommensalen dem Wirt nicht schaden aber auch als Parasiten pathogen sind (siehe auch Lida Mattman: „Cell wall deficient forms - stealth pathogens“, CRC, 3. Auflage, 2001).

Nach Margulis sind Pilze aus der symbiontischen Verschmelzung von mindestens drei Bakterienarten entstanden. Zellwandfreie Pilze finden sich im Blut erst im Endstadium chronischer Erkrankungen, wie dem Kaposi-Sarkom als Endstadium von AIDS.

Herkunft der Zellbestandteile und Organellen

Nach Margulis (1999) ist das Nukleozytoplasma, die Grundsubstanz der Zellen, aus Archaebakterien hervorgegangen; insbesondere stammt der größte Teil des proteinsynthetisierenden Stoffwechsels von Thermoplasma-artigen Archaebakterien.  Diese altertümlichen Bakterien lieben ein heißes und saures Milieu und besitzen keine Zellwand. Daher sind sie sehr vielgestaltig (pleomorph). Ihr Durchmesser kann mit 0,2 - 5µm sehr variabel sein (M. T. Madigan, J. M. Martinko u. J. Parker: „Brock Biology of Microorganisms“, Parker, 10. Auflage, 2002).

Die sauerstoffatmenden Mitochondrien sind aus Purpurbakterien (auch Proteobakterien genannt) entstanden. Die Chloroplasten und andere Plastiden der Algen und Pflanzen waren einstmals frei lebende, zur Photosynthese fähige Cyanobakterien.
In diesem Zusammenhang sind die Versuche des deutschen Weinforschers H. Schanderl, Botanisches Institut der Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Geisenheim am Rhein, an pflanzlichen Mitochondrien (früher "Chondriosomen" genannt) sehr interessant ("Über das Studium der Chondriosomen pflanzlicher Zellen intra vitam", Der Züchter, 20. Band, Heft 3/4, S. 65-76, 1950).

Wenn bestimmte Entwicklungsphasen (Hyphen, Oidien und Blastokonidien) des Schimmelpilzes Mucor racemosus unter extremen Milieubedingungen (alkalisierter Traubenmost bei pH 10,5 und 48°C) kultiviert wurden, entwickelten sich Bakterien aus den Mitochondrien. Dabei war die Entstehung von Kurzstäbchen ("Pediokokkenkonfiguration") nach Schanderl bei vielen Pflanzen ein charakteristisches Zwischenstadium bei der Verwandlung von Mitochodrien in Bakterien. 

Der mikrobielle Ursprung der Mitochondrien kann durchaus auch Probleme für den Gesamtorganismus mit sich bringen. Wie neue Untersuchungen an Menschen gezeigt haben, können Mitochondrien bei schweren Verletzungen des Organismus Botenstoffe freisetzen, wie sie auch von fremden Bakterien gebildet werden. Auf diese Botenstoffe kann der Organismus dann mit einer Entzündung reagieren, obwohl keine Fremdorganismen eingedrungen sind (Zhang et al., 2010; DIE WELT vom 3. März 2010).

Bdellovibrionen sind kleine (0,2-0,5µm dick, 0,5-1,4µm lang), gebogene, begeißelte, gram-negative und räuberisch lebende Bakterien mit einer großen Beweglichkeit. Sie haben einen zweiphasigen Lebenszyklus: eine sehr bewegliche Jagdphase, in der sie andere gram-negative Bakterien jagen, und eine nicht bewegliche Vermehrungsphase innerhalb der erbeuteten Bakterien. Wegen ihrer unglaublichen Beweglichkeit (Geschwindigkeit: 100x die Strecke eines Bakteriendurchmessers pro Sekunde, entsprechend 1 m in weniger als 2 Stunden) und ihrer räuberischen Lebensweise werden Bdellovibrionen auch als die „kleinsten lebenden Jäger der Welt“ bezeichnet.

Von besonderer Bedeutung in der Symbiogenese sind die sehr beweglichen, schlangen- bis korkenzieherförmigen Spirochäten, die die Bewegungsorganellen („Undulipodien“) von Körperzellen der Tiere und Menschen wurden und eine charakteristische Feinstruktur aus neun Mikrotubulipaaren besitzen. Nach Margulis stammen die Schwänze der Spermien, die Cilien in den Zellen der Eileiter und in den Atemwegen von frei lebenden Spirochäten ab, die von unseren archaebakteriellen Vorfahren aufgenommen wurden.

Begeißelte Einzeller, wie die Trichomonaden, stellen ein Zwischenstadium in der stammesgeschichtlichen Entwicklung dar.

Bei Menschen und Tieren haben die Spirochäten, die wahrscheinlich den stofflichen Aspekt der „Schlange“ in der Bibel darstellen, einen starken energetischen Bezug zum Blase/Nieren-Meridiansystem.

Das Blase/Nieren-System reicht von der Nasenwurzel bis zur Fußsohle. Es gehört zu den wichtigsten vitalenergetischen Energiesystemen überhaupt, weil es das Innere des Schädels energetisch versorgt und für die geregelte Funktion der Ausscheidungs- und Sexualorgane mit verantwortlich ist. Der Blasenmeridian, der beidseitig parallel der Wirbelsäule verläuft, besitzt außerdem energetische Übergänge zu allen anderen Meridianen; daher kann eine andauernde Blockade dieses Energiesystems zur Beeinträchtigung der Funktion des gesamten Körpers führen.

Durch chronische Blockaden dieses Systems z.B. durch Ängste, Elektrosmog und/oder Schwermetalle wird eine Milieu- und Krankheitssituation geschaffen, in der sich Spirochäten sehr wohl fühlen. Nähere Ausführungen zur Beziehung von Bakterien und Pilzen zum energetischen Milieu finden sich in einem entsprechenden Artikel auf dieser Homepage.

Beispiele für Spirochäten-assoziierte Erkrankungen bei Menschen sind zunächst die Geschlechtskrankheiten, wie Syphilis oder Trichomoniasis; aber auch bei anderen, neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. MS, M. Alzheimer, M. Parkinson, ALS oder Neuroborreliose (der „Syphilis des Waldes“) sind Spirochäten als zellwandfreie Bakterienformen ursächlich beteiligt (Mattman, 2001).

Es ist daher nicht überraschend, dass sich z.B. M. Parkinson sehr frühzeitig in Form von Rückenschmerzen äußern kann (16. Weltkongress zur Parkinson-Krankheit).

Wie neuere Untersuchungen gezeigt haben (MacDonald 2008a und 2008b), können Borrelien im lebenden Organismus darüber hinaus auch als sog. "Biofilme" wachsen. Hierin sind sie gegen Antibiotika gut geschützt.

Zahlreiche Videos zum Thema "Borrelia" finden sich z.B. unter "Google Video".

Neuerdings gibt es aus den Forschungen des Anästhesisten Prof. Stewart Hameroff, University of Arizona, U.S.A., und des Mathematikers Sir Roger Penrose, University of Oxford, England, starke Hinweise dafür, dass der Geist im Gehirn durch die Mikrotubuli in seinen Nervenzellen erzeugt wird. Wie oben bereits erwähnt, sind die Mikrotubuli in den Nervenzellen jedoch ehemals aus symbiontischen Spirochäten entstanden. 

Nach Hameroff und Penrose stellt das menschliche Gehirn einen sehr effektiven Quantencomputer dar. Das "Quantenhirn" besitzt  folgende Eigenschaften (nach Lynne McTaggart: „Das Nullpunkt-Feld", Arkana, 2003):

 

  • Nach Pribram spricht unser Hirn in erster Linie nicht in Worten oder Bildern mit sich selbst und dem Rest des Körpers, ja nicht einmal in Bits oder chemischen Impulsen, sondern in der Sprache von Wellen-Interferenzen, der Sprache der Phase, Amplitude und Frequenz – dem „Spektralbereich".

  • Wir nehmen ein Objekt wahr, indem wir in Resonanz zu ihm treten und unsere Schwingungen mit denen des Objektes synchronisieren. Die Welt zu kennen, bedeutet buchstäblich, sich auf ihrer Wellenlänge zu befinden.

  • Folglich muss es so sein, dass wir, wenn wir etwas betrachten, ein virtuelles Bild des Objektes im Raum draußen erzeugen und projizieren, genau dort, wo sich das tatsächliche Objekt befindet. Objekt und Wahrnehmung fallen zusammen.

  • Dies bedeutet, dass die Kunst des Sehens eine Kunst der Transformation ist. In gewisser Weise transformieren wir im Akt der Beobachtung die zeitlose, raumlose Welt von Interferenzmustern in die konkrete Welt von Raum und Zeit.

  • Die moderne Hirnforschung zeigt außerdem, dass das Hirn ein selbstbezogenes System ist, das sich seine Wirklichkeit selbst erzeugen kann (Gerhard Roth, Univ. Bremen).

Trennung der Endosymbiose bei chronischen Erkrankungen

Die Zelle ist für die intrazellulären Symbionten im Vergleich zu ihrer Umwelt, in der sie frei leben, ein sehr extremes Milieu (J. W. Moulder: „The cell as an extreme environment“, Proc. R. Soc. Lond. B. 204, S. 199-210, 1979). Diese Extrembedingungen können nur im symbiontischen Verband ertragen und aufrecht erhalten werden.

Verändern sich die physiologischen Milieubedingungen im Rahmen einer chronischen Erkrankung, kann die Symbiose in den Körperzellen nicht mehr aufrecht erhalten werden, und die Symbionten verlassen allmählich die Zellen. Gleichzeitig steigt die Anfälligkeit des Gesamtorganismus für den Einfluss pathogener Mikroorganismen. Daher bewahrheitet sich heute die über 130 Jahre alte Erkenntnis Claude Bernard’s: "Das Terrain ist alles, die Mikrobe ist nichts".

Die Gegebenheiten der mikrobiellen Endosymbiose werden seit Jahrzehnten in der dunkelfelddiagnostischen Beurteilung des vitalen Blutes genutzt. Zunächst sind bei dieser Diagnostik die symbiontischen Organismen von den nicht-symbiontischen, pathogenen Mikroben oder Kommensalen nicht zu unterscheiden. Eine Beurteilung des Stadiums einer chronischen Erkrankung aufgrund des mikroskopischen Bildes ist auf der Basis der systematischen Befunde, die von Forschern, wie Enderlein oder von Brehmer, über Jahrzehnte durchgeführt und in den entsprechenden Lehrbüchern dokumentiert wurden, möglich.

Wie eine Studie von Dr. Teut, Essen, aus dem Jahr 2004 zeigte, die er im Auftrag der Carstens-Stiftung durchführte, ist die Reproduzierbarkeit dieser Methode unter den üblichen, nicht standardisierten Untersuchungsbedingungen allerdings nicht sehr hoch.

Da die Dunkelfelddiagnostik ein relativ unspezifisches Verfahren darstellt, ist es naturgemäß sehr schwierig, mit dieser Methode allein eine gezielte Krankheitsdiagnostik zu betreiben. So zeigte eine prospektive Studie von El-Safadi et al. (2005), Justus-Liebig-Universität Gießen, dass es mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie scheinbar nicht möglich ist, eine vorhandene Krebserkrankung sicher zu erkennen.

Bei einer krankhaften Verschiebung des Milieus in Blut und Geweben können sich die Bakterien aus ihrer symbiontischen Verbindung lösen und als Einzelformen wieder pathogen werden. Durch eine Auflösung der Endosymbiose wird der Schutz des kranken Organismus gegenüber anderen pathogenen Mikroorganismen stark beeinträchtigt. Dadurch können sich insbesondere zellwandfreie Formen von anderen pathogenen Mikroben im Körper vermehren, die das Immunsystem nicht ohne weiteres beseitigen kann.

Ein Wachstum pathogener Bakterien erfolgt im lebenden Organismus hauptsächlich während eines allgemeinen oder lokalen Energiestaus, während sich pathogene Pilze und Hefen vorwiegend bei einem allgemeinen oder lokalen Energiemangel vermehren (siehe hierzu auch die Seite über "Bakterien und Pilze" sowie das Dunkelfeld-Video von K.H. Wickert auf dieser Homepage).

Seit langem ist außerdem bekannt, dass sich Hefezellen spontan oder künstlich in Bakterien verwandeln können (Windstosser, K. K.: „Polymorphe Symbionten in Blut und Körpergewebe als potentielle Kofaktoren des Krebsgeschehens“, Semmelweis, 1995).

Je nach den Milieubedingungen können Spirochäten in einem sehr energiereichen Milieu (z. B. infolge einer energetischen Blockade des Blase/Nieren-Meridians) als einzelne kleine Körnchen oder perlschnurartig wachsen oder pilzähnlich bzw. als lange Fäden in einem energiearmen Milieu (z.B. während einer Degeneration, wie einer Arthrose). Diese Wuchsformen lassen sich auch im Labor nach Gabe von Antibiotika zu einer Borrelien-Kultur beobachten (V. Preac-Mursic et al.: J. Infec. 24(3), S. 218-228, 1996).

Der folgende Videoclip einer Auflösung der zellulären Endosymbiose in lebendem Blut wurde von Frau Dr. Aleksandra Heitland, Biologin und Heilpraktikerin in Hannover, mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskopes aufgenommen.

 

Zur Vergrößerung des Videos auf das Rechteck klicken.

Besonders deutlich wird die Auflösung der intrazellulären Symbiose in späten Stadien der chronischen Krankheitsentwicklung, wie z.B. dem Krebs (Reckeweg).
Wie in der nächsten dunkelfeldmikroskopischen Abbildung von Frau Dr. Heitland zu sehen ist, verlassen in dieser Phase die symbiontischen Spirochäten die Blutzellen zunächst als Undulipodien. Sie zeigen eine starke, peitschenartige Bewegung.

Diese Mikroben nannte Wilhelm von Brehmer Siphonospora polymorpha und Günther Enderlein Leptotrichia buccalis.

 

"Endobiontische Belastung" im Blut

 

Die geschilderten Gegebenheiten wurden kürzlich von der russischen Chemikerin Dr. Tamara Lebedewa wieder "entdeckt", die Trichomonaden als Erreger des Krebses ansieht (Tamara Lebedewa: „Krebserreger entdeckt! Alles über Entstehung, Vorsorge, Heilung“, Driediger, 2. Auflage, 2002). Wie oben ausgeführt, sind Trichomonaden aber nach Margulis nichts anderes als Einzeller, die aus einer mikrobiellen Symbiose von Archaebakterien und Spirochäten hervorgegangen sind.

Laboruntersuchungen zu intrazellulärem Parasitismus und zur Endosymbiose am Modell der Amöbe Amoeba proteus

Die bakterielle Endosymbiose wird seit mehr als 30 Jahren von Kwang W. Jeon, Professor an der Universität von Knoxville, Tennesse, U.S.A., an der Amöbe Amoeba proteus studiert.

Amöben gehören zu den Einzellern, die nach der Endosymbiontentheorie aus der Symbiose von nur wenigen Arten hervorgegangen sind.

Ausgangssituation

Der Amöbenstamm wird von Jeon seit langem in Kultur gehalten. Als er im Jahr 1966 einzelne Amöben unter dem Mikroskop untersuchte, stellte er fest, dass sie schwer mit stabförmigen, gram-negativen Bakterien infiziert waren. Jeon nannte die Bakterien X-Bakterien, weil er ihren Ursprung nicht zuordnen konnte. Jede Amöbe enthielt zwischen 60.000 bis 150.000 X-Bakterien (K. W. Jeon: „Change of cellular „pathogens“ into required cell components“, Annals of the N. Y. Academy of Sciences 503, S. 359-371, 1987).

Weitere Vergleiche zwischen den normalen und den infizierten Amöben ergaben, dass die Infektion die betroffenen Einzeller stark schädigte. Dies äußerte sich in einer verminderten Zellgröße, weniger cytoplasmatischen Kristallen, langsamerem Wachstum mit längeren Generationszeiten in der Kultur, Empfindlichkeit gegenüber Nährstoffmangel, größerer Zerbrechlichkeit der Zelle und einer schlechten Vermehrungsfähigkeit. Als Ergebnis dieser Schäden starben die meisten infizierten Amöben, und ihre Kultivierung musste mit größter Sorgfalt erfolgen.

Wenn Bakterien der infizierten Amöben mit normalen Amöben zusammengebracht wurden, starben die neu infizierten Einzeller nach wenigen Zellteilungen, was die hohe Virulenz der X-Bakterien anzeigte. Bereits vorher war bekannt, dass einige frei lebende Amöbenarten infektiöse oder symbiontische Bakterien tragen; diese sind jedoch meist gering in der Zahl und nicht schädlich. Welche Vorteile diese Endosymbiose für beide Partner bringt, ist bisher ungeklärt.

Verminderung der Virulenz der Bakterien

Über die nächsten Jahre wurden die mit den X-Bakterien infizierten Einzeller von Jeon mit größter Sorgfalt weiter kultiviert; dabei wurde beobachtet, dass sich die nachteiligen Einflüsse der Infektion allmählich verminderten. Die bakterientragenden Amöben wurden gesünder und wuchsen gut. Die Anzahl von Bakterien hatte sich auf ca. 42.000 pro Amöbe eingependelt.

Entstehung einer Abhängigkeit des Wirtes von den symbiontisch gewordenen Bakterien

In den nächsten Jahren zeigte sich, dass die Nachkommen der ursprünglich infizierten Amöben nach etwa 200 Generationen von ihren Bakterien abhängig geworden waren. Die Zellkerne der infizierten Amöben waren unfähig, lebende Zellen zu bilden, wenn sie mit dem Zytoplasma nicht-infizierter Amöben kombiniert wurden. Die Bildung lebender Zellen gelang erst befriedigend, wenn auch Bakterien oder Zytoplasma der infizierten Einzeller gleichzeitig oder kurz nach der Kerntransplantation hinzugefügt wurden.

Die Abhängigkeit der infizierten Amöben von ihren Symbionten wurde auch dadurch deutlich, dass der Tod der Einzeller innerhalb einer Woche eintrat, wenn die Bakterien selektiv durch ein Antibiotikum (Chloramphenicol) abgetötet wurden oder durch Kultivierung bei höherer Temperatur durch den Wirt verdaut wurden. Der Tod der Amöben konnte verhindert werden, wenn ihnen wieder die Symbionten zugeführt wurden.

Rolle der Symbionten als Quasi-Organellen

Die symbiontischen Bakterien enthalten ihr eigenes genetisches Material und verfügen über eine unabhängige genetische Maschinerie; während der symbiontischen Verschmelzung findet jedoch eine starke Beeinflussung der Genexpression des Wirtes durch die Bakterien statt.

So produzieren die infizierten Amöben ein bestimmtes zytoplasmatisches Protein nicht mehr, das bei nicht infizierten Amöben eine S-Adenosylmethioninsynthetase (SAMS)-Funktion ausübt. Stattdessen wird von den symbiontischen Bakterien ein anderes Protein gebildet, welches aber eine ähnliche SAMS-Enzymfunktion ausübt (J. Y. Choi, T. W. Lee, K. W. Jeon u. T. I. Ahn TI: „Evidence for symbiont-induced alteration of a host's gene expression: irreversible loss of SAM synthetase from Amoeba proteus“, J. Eukaryot. Microbiol. 44(5), S. 412-419, 1997; T. J. Jeon u. K. W. Jeon: „Characterization of SAMS genes of Amoeba proteus and the endosymbiotic X-bacteria”, J. Eukaryot. Microbiol. 50(1), S. 61-69, 2003).
Außerdem werden durch die symbiontischen Bakterien weitere Polypeptide synthetisiert und in das Zytoplasma der Amöbe abgegeben.

 

Therapie

Es ist klar, dass sich solch ein unglaublich komplexes Geschehen wie die bakterielle Endosymbiose der Zellen nicht von selbst regulieren kann. Die direkte Regulation erfolgt nach naturheilkundlicher Auffassung vielmehr durch ein Informationsfeld auf der vitalenergetischen Ebene des Körpers, der Ebene der Energiemeridiane.

Daher heißt es im Jahrtausende alten Hauptwerk der tibetischen Medizin "Gyü-shi" ["Das Wissen vom Heilen"], dem Buch der vier Tantras der Medizin:
"Bevor eine Geschwulst sichtbar wird, geht der Krankheit eine energetische Schwächung des Körpers voraus. Das bedeutet: der Reizstoff greift Teile des "vitalisierenden Energiekörpers" - der den Menschen ein Leben lang umgibt - an und zerstört ihn. Dadurch können einzelne Organe vom Lebensstrom abgeschnürt werden".

Diese Erkenntnis gilt nicht nur für chronische Krankheiten der Menschen, sondern auch der Tiere.

Außer bei Krankheiten, die schlecht oder überhaupt nicht regulierbar sind, wie z.B. Erbkrankheiten, macht es wenig Sinn, die bei chronischen Krankheiten entgleiste Endosymbiose durch Antibiotika oder durch Unterdrückung von Stoffwechselfunktionen (z.B. durch Cortison) behandeln zu wollen. Durch solche Maßnahmen wird die Entgleisung meist noch zusätzlich verstärkt.

Hauptziele der Regulation der zellulären Endosymbiose sind vielmehr die Normalisierung des Milieus innerhalb des Wirtsorganismus, der Ersatz fehlender Endosymbionten sowie der Abbau und die Ausleitung überschüssiger bzw. pathogener Mikroorganismen. Zusätzlich zu dieser Therapie muss in jedem Fall das vitalenergetische System der Meridiane reguliert werden, und Störfelder und emotionale Blockaden sind zu beseitigen. Die Vorgehensweise bei dieser Therapie ist auf der Seite zur ganzheitlich-energetischen Pferdemedizin dieser Homepage beschrieben.

Die natürliche Regulation einer entgleisten bakteriellen Endosymbiose der Zellen erfolgt auf der materiellen Ebene vor allem durch Viren. Jedem Bakterium ist offenbar ein Virus zugeordnet, welches die Vermehrung der Bakterien steuert. Diese Regulationsmöglichkeit lässt sich jedoch bisher nur ansatzweise für die Therapie eines kranken Organismus nutzen, da die Gesetzmäßigkeiten dieser Regulation noch weitgehend unbekannt sind. Gleichwohl gibt es in jüngster Zeit verstärkte Anstrengungen, gentechnisch veränderte, "onkolytische" Viren (z.B. Herpes-, Influenza- oder Adeno-Viren) bei der konventionellen Krebstherapie einzusetzen. Kürzlich gelang es sogar, mit der künstlichen Erbinformation von Viren bei Krebszellen die sog. Apoptose (den "programmierten Zelltod") auszulösen (IDW).

Übrigens können auch Bakterien dem Körper helfen, Tumoren zu beseitigen. So können Salmonellen in Geschwülste einwandern, dort Biofilme bilden und die Tumorzellen zerstören.

 

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