©
2005 by Dr.Dr. Peter Schneider
"Dasselbe, was die Krankheiten erzeugt, heilt sie auch"
Hippokrates
(siehe auch das
eBook über Emil von Behring)
Einleitung
Die isopathisch-homöopathische Therapie nach Prof. Dr.
Günther Enderlein (1872 - 1968) gehört zu den sog. "mikrobiologischen
Regulationsverfahren". Sie ist in den ca. 75 Jahren ihres
Bestehens von zahlreichen naturheilkundlichen Ärzten und Tierärzten zu einem
bewährten Pfeiler der biologischen Human- und Tiermedizin auf- und ausgebaut worden
(siehe auch Peter
Schneider's isopathisch/homöopathische Seite).
Isopathische Veterinärpräparate sind niedrig potenzierte (D5 und
D6) homöopathische Arzneimittel, die aus speziellen kolloidalen Extrakten
höherer (Schimmel-)Pilze hergestellt werden (5).
Bei manchen chronischen Erkrankungen ist die isopathische
Therapie nach meiner Erfahrung oftmals die einzig noch verbleibende Therapieoption
(3).
Enderlein nannte die Therapieform mit diesen
Arzneimitteln „Isopathie“, weil er aufgrund seiner mikroskopischen Forschungen
davon ausging, dass ein bestimmter Schimmelpilz (Mucor
racemosus Fresen) Teil des normalen Zellleibes sei (sog. „Endobiont“).
Krankheiten kommen nach Enderlein’s Ansicht durch eine Entgleisung des
Zusammenspieles des Endobionten und der mikrobiellen Flora innerhalb des
Organismus zustande und können mit homöopathischen Arzneimitteln aus bestimmten
"niedrigen" Entwicklungsformen von Schimmelpilzen nach dem Prinzip
„Gleiches mit Gleichem“ reguliert werden (4).
Die Hintergründe der Isopathie und der damit zusammenhängenden
dunkelfeldmikroskopischen Blutuntersuchung sind in dem Buch
"Gedanken altern nicht"
(9) beschrieben.
Bakterielle Endosymbiose der Zellen und die
Entstehung von Krankheiten
Wie neuere wissenschaftliche Untersuchungen
gezeigt haben, sind die Zellen von Tieren, Pflanzen und Pilzen im Laufe ihrer
Evolution jedoch durch eine Symbiose von z. T. pathogenen
Bakterienarten entstanden (sog. „bakterielle Endosymbiose“) (6, 7,
8).
Nach MARGULIS (2) entstanden die Zellen von
Pflanzen aus mindestens fünf, diejenigen der Tiere und Menschen aus mindestens
vier und diejenigen der höheren
Pilze, zu denen
auch die Schimmelpilze gehören, aus mindestens drei Bakterienarten.
Daher lässt sich Enderlein's Auffassung, dass der Schimmelpilz
Mucor racemosus der Endobiont der Säugerzellen sei und bekämpft
werden müsse (1), heute nicht
mehr halten.
Wie neuere
Untersuchungen gezeigt haben, können Bakterien im lebenden Organismus
darüber hinaus besonders bei chronischen Krankheiten als
sog. "Biofilme"
wachsen. Hierin sind sie gegen das Immunsystem des Wirtes und gegen
Antibiotika gut geschützt.
Biofilme
finden sich auch in Blutgefäßen von Menschen (z.B. bei Arteriosklerose).
In diesem Zusammenhang weist der Nobelpreisträger
Joshua Lederberg ausdrücklich darauf hin, dass
die Mikroben Menschen (und Tiere) keineswegs umbringen wollen, sondern dass wir in einem
kooperativen Miteinander mit ihnen leben müssen.
Der Hintergrund der Wirkungsweise der isopathisch-homöopathischen
Arzneimittel nach Enderlein liegt somit wahrscheinlich vielmehr in der
Ausleitung überschüssiger, z.T. pathogener Mikroben aus dem Körper und im Ersatz
fehlender Endosymbionten.
Das physiologische Zusammenspiel der zellulären
Endosymbionten wird bei Tieren und Menschen nach naturheilkundlicher Auffassung
hauptsächlich durch ein der zellulären, materiellen Ebene übergeordnetes
Regulationsfeld auf der vitalenergetischen Ebene, der Ebene der
Meridiane,
gesteuert. Diese Zusammenhänge waren in der tibetischen Medizin schon vor über
900 Jahren bekannt. Die Ursachen und die Therapie chronischer Erkrankungen aus
naturheilkundlicher Sicht sind auf der
entsprechenden Seite dieser Homepage beschrieben.
Ist der Energiefluss im vitalenergetischen
System gestört, kommt es zunächst zu einer Veränderung des Milieus (pH-Wert,
Redoxpotential und elektrische Leitfähigkeit) im Blut und in Geweben. Bei einer
chronischen Milieustörung z. B bei Krebserkrankungen zerfällt die zelluläre
Endosymbiose schließlich und wird zur Dysbiose (siehe Abb. 1). Hierbei werden z.
T. sehr bewegliche Endosymbionten (sog. „Undulipodien“) freigesetzt, und der
Schutz des Organismus gegenüber von außen eindringenden pathogenen
Mikroorganismen wird geschwächt.

Abb. 1:
Dunkelfeldmikroskopische Aufnahme der Dysbiose mit Zerfall der
Erythrozyten und Freisetzung von Endosymbionten im frisch entnommenen Blut
(Aufnahme von Dr. A. Heitland)
Der folgende Videoclip einer Dysbiose in lebendem Blut wurde von Frau Dr. Aleksandra Heitland, Biologin und
Heilpraktikerin
in Hannover, mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskopes aufgenommen. Die
zitronenförmigen Gebilde sind rote Blutkörperchen.
Zur Vergrößerung des Videos auf das Rechteck klicken.
Weitere
Videos zum Thema "Dunkelfeldmikroskopie" finden sich auch unter "Google
Video".
Therapie
Bei Tieren besteht eine naturheilkundliche Therapie einer Erkrankung
neben der Optimierung von Fütterung und Haltung zunächst in
der Beseitigung von Störungen (Blockaden oder Dysbalancen) des Energieflusses
auf der emotionalen und
vitalenergetischen Existenzebene.
Durch
Verabreichung isopathisch-homöopathischer Präparate können nach Enderlein pathogene
Mikroorganismen abgebaut und fehlende Endosysmbionten ergänzt werden.
Anschließend werden überschüssige Mikroorganismen bzw. deren Abbauprodukte aus
dem Körper ausgeleitet.
Einzelheiten zu dieser Therapie in meiner Praxis finden sich auf der Seite zur
"Ganzheitlich-energetischen Pferdemedizin" (EPM) dieser
Homepage.
In schwierigen Fällen ist die
Regulationskapazität der kranken Tiere meist stark eingeschränkt. Daher
sollten die isopathisch-homöopathischen Arzneimittel vor allem bei einer fortgeschrittenen
chronischen Erkrankung in ihrer Darreichungsform, Dosierung und Anwendungsdauer
stets individuell ausgetestet werden.
Literatur
1.
DEVRIENT, W. (1951): Der Endobiont – Sein Ursprung, seine Bedeutung, seine
Bekämpfung. Einführung in die immunbiologische Therapie nach Prof. Dr. G.
ENDERLEIN. Siebeneicher Verlag, Berlin-Charlottenburg 4, Frankfurt a. M.
(Dr. med. Wilhelm Devrient war zur damaligen Zeit leitender Arzt des Instituts
für biologische Heilweisen in Berlin-Lichterfelde-West)
2. MARGULIS, L. (1999): Die andere Evolution. Spektrum Akademischer Verlag,
Heidelberg, Berlin
3. SCHNEIDER, P. (1999): Die isopathisch-homöopathische Therapie – Eine gute
Möglichkeit zur Überwindung des Therapieengpasses bei Tieren, die der Gewinnung
von Lebensmitteln dienen. Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle,
99/1, 103-105
4. SCHNEIDER, P. (2002): Prof. Enderlein’s
Forschung aus heutiger Sicht - Lassen sich die Forschungsergebnisse mit modernen
Untersuchungsmethoden bestätigen? Ganzheitliche Tiermedizin, 16, 23-31
5.
SCHNEIDER, P. (2002): Tierärztliches Rezeptierbuch der isopathisch-homöopathischen Regulationstherapie. 2. Auflage,
Semmelweis, Hoya
6. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen
(Teil 1). Co’Med, 06/03, 106-108
7. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen
(Teil 2). Co’Med, 07/03, 104-107
8. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen
(Teil 3). Co’Med, 09/03, 106-108
9.
SCHNEIDER, P. (2010):
Gedanken altern nicht.
3. erw. Auflage, Books on Demand
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