Was ist eine isopathisch-homöopathische Therapie?

von

Dr. Dr.
Peter Schneider

Tierarzt und Anthropologe

Maldonado, Uruguay; Email: peter@pferdemedizin.com
Homepage: http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

 "Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie"
(2. Auflage 2008, ISBN: 978-3-8334-9271-6)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

© 2005 by Dr.Dr. Peter Schneider

"Dasselbe, was die Krankheiten erzeugt, heilt sie auch"
Hippokrates (siehe auch das eBook über Emil von Behring)

 

Einleitung

 

Die isopathisch-homöopathische Therapie nach Prof. Dr. Günther Enderlein (1872 - 1968) gehört zu den sog. "mikrobiologischen Regulationsverfahren". Sie ist in den ca. 75 Jahren ihres Bestehens von zahlreichen naturheilkundlichen Ärzten und Tierärzten zu einem bewährten Pfeiler der biologischen Human- und Tiermedizin auf- und ausgebaut worden (siehe auch Peter Schneider's isopathisch/homöopathische Seite).

Isopathische Veterinärpräparate sind niedrig potenzierte (D5 und D6) homöopathische Arzneimittel, die aus speziellen kolloidalen Extrakten höherer (Schimmel-)Pilze hergestellt werden (5).

Bei manchen chronischen Erkrankungen ist die isopathische Therapie nach meiner Erfahrung oftmals die einzig noch verbleibende Therapieoption (3).

Enderlein nannte die Therapieform mit diesen Arzneimitteln „Isopathie“, weil er aufgrund seiner mikroskopischen Forschungen davon ausging, dass ein bestimmter Schimmelpilz (Mucor racemosus Fresen) Teil des normalen Zellleibes sei (sog. „Endobiont“). Krankheiten kommen nach Enderlein’s Ansicht durch eine Entgleisung des Zusammenspieles des Endobionten und der mikrobiellen Flora innerhalb des Organismus zustande und können mit homöopathischen Arzneimitteln aus bestimmten "niedrigen" Entwicklungsformen von Schimmelpilzen nach dem Prinzip „Gleiches mit Gleichem“ reguliert werden (4).

Die Hintergründe der Isopathie und der damit zusammenhängenden dunkelfeldmikroskopischen Blutuntersuchung sind in dem Buch "Gedanken altern nicht" (9) beschrieben.

Bakterielle Endosymbiose der Zellen und die Entstehung von Krankheiten

Wie neuere wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt haben, sind die Zellen von Tieren, Pflanzen und Pilzen im Laufe ihrer Evolution jedoch durch eine Symbiose von z. T. pathogenen Bakterienarten entstanden (sog. „bakterielle Endosymbiose“) (6, 7, 8; siehe hierzu auch die interessanten Bilder und Videos des Arztes Dr. Christian Humburg).

Nach MARGULIS (2) entstanden die Zellen von Pflanzen aus mindestens fünf, diejenigen der Tiere und Menschen aus mindestens vier und diejenigen der höheren Pilze, zu denen auch die Schimmelpilze gehören, aus mindestens drei Bakterienarten.

Daher lässt sich Enderlein's Auffassung, dass der Schimmelpilz Mucor racemosus der Endobiont der Säugerzellen sei und bekämpft werden müsse (1), heute nicht mehr halten.

Wie neuere Untersuchungen gezeigt haben, können Bakterien im lebenden Organismus darüber hinaus besonders bei chronischen Krankheiten als sog. "Biofilme" wachsen. Hierin sind sie gegen das Immunsystem des Wirtes und gegen Antibiotika gut geschützt.
Biofilme finden sich auch in Blutgefäßen von Menschen (z.B. bei Arteriosklerose).

In diesem Zusammenhang weist der Nobelpreisträger Joshua Lederberg ausdrücklich darauf hin, dass die Mikroben Menschen (und Tiere) keineswegs umbringen wollen, sondern dass wir in einem kooperativen Miteinander mit ihnen leben müssen.

Der Hintergrund der Wirkungsweise der isopathisch-homöopathischen Arzneimittel nach Enderlein liegt somit wahrscheinlich vielmehr in der Ausleitung überschüssiger, z.T. pathogener Mikroben aus dem Körper und im Ersatz fehlender Endosymbionten. 

Das physiologische Zusammenspiel der zellulären Endosymbionten wird bei Tieren und Menschen nach naturheilkundlicher Auffassung hauptsächlich durch ein der zellulären, materiellen Ebene übergeordnetes Regulationsfeld auf der vitalenergetischen Ebene, der Ebene der Meridiane, gesteuert. Diese Zusammenhänge waren in der tibetischen Medizin schon vor über 900 Jahren bekannt. Die Ursachen und die Therapie chronischer Erkrankungen aus naturheilkundlicher Sicht sind auf der entsprechenden Seite dieser Homepage beschrieben.

Ist der Energiefluss im vitalenergetischen System gestört, kommt es zunächst zu einer Veränderung des Milieus (pH-Wert, Redoxpotential und elektrische Leitfähigkeit) im Blut und in Geweben. Bei einer chronischen Milieustörung z. B bei Krebserkrankungen zerfällt die zelluläre Endosymbiose schließlich und wird zur Dysbiose (siehe Abb. 1). Hierbei werden z. T. sehr bewegliche Endosymbionten (sog. „Undulipodien“) freigesetzt, und der Schutz des Organismus gegenüber von außen eindringenden pathogenen Mikroorganismen wird geschwächt.

 

"Endobiontische Belastung" im Blut

Abb. 1: Dunkelfeldmikroskopische Aufnahme der Dysbiose mit Zerfall der
Erythrozyten und Freisetzung von Endosymbionten im frisch entnommenen Blut
(Aufnahme von Dr. A. Heitland)

 

Der folgende Videoclip einer Dysbiose in lebendem Blut wurde von Frau Dr. Aleksandra Heitland, Biologin und Heilpraktikerin in Hannover, mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskopes aufgenommen. Die zitronenförmigen Gebilde sind rote Blutkörperchen.

 

Zur Vergrößerung des Videos auf das Rechteck klicken.

Weitere Videos zum Thema "Dunkelfeldmikroskopie" finden sich auch unter "Google Video".

Therapie

Bei Tieren besteht eine naturheilkundliche Therapie einer Erkrankung neben der Optimierung von Fütterung und Haltung zunächst in der Beseitigung von Störungen (Blockaden oder Dysbalancen) des Energieflusses auf der emotionalen und vitalenergetischen Existenzebene.
Durch Verabreichung isopathisch-homöopathischer Präparate können nach Enderlein pathogene Mikroorganismen abgebaut und fehlende Endosysmbionten ergänzt werden. Anschließend werden überschüssige Mikroorganismen bzw. deren Abbauprodukte aus dem Körper ausgeleitet.

Einzelheiten zu dieser Therapie in meiner Praxis finden sich auf der Seite zur "Ganzheitlich-energetischen Pferdemedizin" (EPM) dieser Homepage.

In schwierigen Fällen ist die Regulationskapazität der kranken Tiere meist stark eingeschränkt. Daher sollten die isopathisch-homöopathischen Arzneimittel vor allem bei einer fortgeschrittenen chronischen Erkrankung in ihrer Darreichungsform, Dosierung und Anwendungsdauer stets individuell ausgetestet werden.

 

Literatur

 

1. DEVRIENT, W. (1951): Der Endobiont – Sein Ursprung, seine Bedeutung, seine Bekämpfung. Einführung in die immunbiologische Therapie nach Prof. Dr. G. ENDERLEIN. Siebeneicher Verlag, Berlin-Charlottenburg 4, Frankfurt a. M.
(Dr. med. Wilhelm Devrient war zur damaligen Zeit leitender Arzt des Instituts für biologische Heilweisen in Berlin-Lichterfelde-West)

2. MARGULIS, L. (1999): Die andere Evolution. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin

3. SCHNEIDER, P. (1999): Die isopathisch-homöopathische Therapie – Eine gute Möglichkeit zur Überwindung des Therapieengpasses bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen. Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle, 99/1, 103-105

4. SCHNEIDER, P. (2002): Prof. Enderlein’s Forschung aus heutiger Sicht - Lassen sich die Forschungsergebnisse mit modernen Untersuchungsmethoden bestätigen? Ganzheitliche Tiermedizin, 16, 23-31

5. SCHNEIDER, P. (2002): Tierärztliches Rezeptierbuch der isopathisch-homöopathischen Regulationstherapie. 2. Auflage, Semmelweis, Hoya

6. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen (Teil 1). Co’Med, 06/03, 106-108

7. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen (Teil 2). Co’Med, 07/03, 104-107

8. SCHNEIDER, P. (2003): Die bakterielle Endosymbiose der Zellen - Integration pathogener Mikroben als Zellorganellen (Teil 3). Co’Med, 09/03, 106-108

9. SCHNEIDER, P. (2010): Gedanken altern nicht. 3. erw. Auflage, Books on Demand

 

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