
Das System der Tiere und Menschen ist selbst-regulierend
und selbst-regenerierend.
Daher dürfte es eigentlich kaum Krankheiten geben, und das
Leben würde irgendwann ohne Leiden einfach zuende gehen. Dies ist offenbar
recht selten der Fall, und die spannende Frage ist: warum?
Bereits in der alten asiatischen Medizin war bekannt, dass
Krankheiten hauptsächlich dadurch zustande kommen, dass der Fluss der
Lebensenergie (auch Vitalenergie oder Chi genannt), der im Körper bestimmten
Bahnen ("Meridianen")
folgt, behindert wird.
Hierdurch werden bestimmte Organe mit zu viel und andere
mit zu wenig Energie versorgt.
Da Menschen und in geringerem Maße auch Tiere
Schöpferwesen sind, erfolgt der normale Energiefluss beim Menschen
hauptsächlich von oben nach unten und bei Tieren hauptsächlich von vorn nach
hinten
(siehe die Seite über "Hierarchische
Multiregulation"). Ein geringerer Anteil der Energie läuft
beim Vierbeiner direkt von oben nach unten über die Vorder- und Hinterbeine
ab.
Trifft der Energiefluss auf ein Hindernis (einen Konflikt), wird die gestaute Energie
zunächst um die Blockade herum in die Peripherie abgelenkt.
Dieses Phänomen zeigt sich manchmal besonders deutlich,
wenn ein starker Konflikt im Bereich der Sattellage liegt. Dann staut sich
die Lebensenergie im Vorderkörper des Pferdes, während sein Hinterkörper
"energieleer" wird. In der Folge leidet die Koordination der beiden
Körperhälften und es entsteht sozusagen ein "zweigeteiltes" Pferd, oder wie
Linda Tellington-Jones sagt, "ein Pferd ohne Hinterteil".
Wird die
Blockade nicht beseitigt, entsteht an der Konfliktstelle oder davor zunächst eine
Entzündung (Bakterien benötigen nämlich zu ihrer dauerhaften Vermehrung
immer ein gestautes Vitalenergiesystem). Später kann das chronisch entzündete Gewebe dann in die
Degeneration abgleiten.
Ist der Energiefluss blockiert, kommt es zunächst zur
schmerzhaften "Ablagerung" eines Energiedepots im Bereich der Blockade.
Schmerz ist daher immer ein Zeichen eines blockierten Energieflusses!
Die Folge einer andauernden Meridianblockade ist u.a. eine
chronische Entzündung (z.B. Arthritis oder Phlegmone), mit deren Hilfe der
Organismus eine Ausleitung auf zellulärer Ebene versucht.
Wird die energetische Blockade langfristig nicht gelöst,
erfolgt schließlich eine Degeneration des Gewebes mit einer vermehrten
Bildung von Knorpel- und Knochensubstanz (z.B. Spat, Schale, Spondylose).
Da gerade im Bereich der Gliedmaßen Meridianblockaden
heute sehr häufig sind, entfallen von der Gesamtheit aller möglichen
Lahmheitsursachen beim Pferd über 70% auf degenerative Gelenkserkrankungen!
(siehe die Seite über Arthrose)
Oftmals liegt die Ursache einer Lahmheit nicht in der
betreffenden Gliedmaße selbst, sondern in der diagonal gegenüber liegenden.
In diesen Fällen kommt die Lahmheit durch eine Überlastung der lahmen
Gliedmaße zustande.
So kann sich z.B. ein Konflikt im rechten Hüft- oder
Kniegelenk in einer chronischen Fesselträgerentzündung des linken
Vorderbeins äußern.