Leben und Sterben
einige Gedanken aus naturheilkundlicher Sicht

von

Dr. Dr.
Peter Schneider

Tierarzt und Anthropologe
Maldonado, Uruguay; Email:
peter@pferdemedizin.com
Homepage: http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

© 2010 by Dr.Dr. Peter Schneider

Rose

 

Meine Mutter sagte immer: "Junge lebe; Du hast nur dieses eine Leben".

Je mehr Praxiserfahrung ich bekam, desto mehr hatte ich mit Tod und Sterben bei Tieren und Menschen zu tun, und desto mehr Zweifel ergaben sich an der Sichtweise meiner Mutter. Diese Sichtweise wird auch von den meisten meiner Bekannten geteilt.

Neuere naturwissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der menschliche Körper zu über 90% aus Bakterien besteht. Bakterien befinden sich nicht nur im Darm und auf Haut und Schleimhäuten, sondern auch die Zellen und ihre Organellen sind im Lauf der Evolution aus Bakterien entstanden. Dieses Phänomen wird "bakterielle Endosymbiose der Zellen" genannt.

Wird frisch entnommenes Blut stehen gelassen, löst sich die Endosymbiose auf und die symbiotischen Bakterien beginnen die Zellen zu verlassen (siehe hierzu ein Video).

Bei schweren Erkrankungen, wie z.B. Krebs oder nach starken Verletzungen löst sich die Endosymbiose der Zellen auch innerhalb des Körpers auf, und die Bakterien werden frei. Der folgende Videoclip zeigt diese Bakterien im Blut bei einem chronisch kranken Menschen.

Der Clip wurde von Frau Dr. Aleksandra Heitland, Biologin und Heilpraktikerin in Hannover, mit Hilfe eines Hochleistungsmikroskopes aufgenommen.

 

Zur Vergrößerung des Videos auf das Rechteck klicken.

 

Aus naturheilkundlicher Sicht existieren Menschen gleichzeitig auf fünf Ebenen (materielle, vitalenergetische, emotionale, mental und geistige), Tiere auf drei (materielle, vitalenergetische, emotionale). Die Anteile auf den einzelnen Existenzebenen sind nicht voneinander getrennt, sondern eng miteinander verflochten (siehe hierzu auch das Buch "Gedanken altern nicht" von Peter O. Schneider).

Die Körperzellen existieren auf der materiellen und der vitalenergetischen Ebene (siehe den Beitrag über die "Hierarchische Multiregulation"). Folglich stellt der sichtbare Mensch oder das sichtbare Tier nur einen Teil ihrer tatsächlichen Existenz dar.

Dieser Gegebenheit muss bei der  Betrachtung des Lebens und auch in der Medizin Rechnung getragen werden. In Bezug auf Tod und Sterben bedeutet es, dass hiervon primär nur die zelluläre (bakterielle) Struktur betroffen ist und dass die Existenz mit dem Tod nicht ausgelöscht wird (s.a. den Artikel "Quantenphysik: Die Seele existiert auch nach dem Tod" in DIE WELT vom 25. April 2008). 

In Bezug auf die Medizin ist es das Bestreben der Homöopathie und anderer Naturheilverfahren, Konflikte vor allem auf den nicht-materiellen Existenzebenen zu regulieren und zu ihrer Beseitigung beizutragen (siehe hierzu auch das Buch "Leitfaden für eine naturheilkundliche Brustkrebstherapie" von Peter O. Schneider).

Geburt und Sterben

 

Zur Zeit ist die Naturwissenschaft gerade dabei, die Existenzebenen jenseits der Materie mit modernen Methoden zu untersuchen. Viele Erkenntisse ergeben sich aus den Untersuchungen von sog. "Nahtod-Erlebnissen", bei denen z.B. die Patienten trotz Narkose die Umgebung im Operationssaal genau wahrgenommen haben.

Nach uralter naturheilkundlicher Auffassung steigt das menschliche Ich beginnend mit der Zeugung aus der geistigen Ebene bis in die materielle Ebene herab (Fleischwerdung = Inkarnation), mit dem Sterben zieht es sich dann wieder aus den irdischen Ebenen zurück. In der Zwischenzeit, die wir das Leben nennen, schwingt das Ich idealerweise dauernd zwischen der geistigen und der materiellen Ebene hin und her.

Der Schlaf und die Träume sind sehr wichtig (der Schlaf wird auch „der kleine Tod“ genannt), weil in ihnen eine Harmonisierung der Energien der verschiedenen Existenzebenen erreicht werden kann.

Geburt und normales Sterben sind also keine plötzlichen Vorgänge, sondern vollziehen sich vielmehr allmählich.

Demzufolge liegt der vitalenergetische Schwerpunkt (der Schwerpunkt der Lebensenergie) in den jungen Lebensjahren im unteren Körperbereich. In diesen Jahren sind der Geschlechtstrieb und die Muskelkräfte normalerweise stark ausgeprägt.

Im Alter wandelt sich dann die Situation, indem der vitalenergetische Schwerpunkt in den oberen Körperbereich verlagert wird. In diesem Lebensabschnitt lassen normalerweise Sexualität und Muskelkräfte nach, und das Gehirn mit seinen geistigen Fähigkeiten beginnt an Stärke zuzunehmen.

So zeigte denn auch eine US-amerikanische Untersuchung, dass sich das Sprachzentrum ab dem 25. Lebensjahr von der einen Gehirnhälfte zusätzlich in die andere ausdehnt (Apotheken-Umschau 7/2004).

Mit dem Sterben trennt sich der materielle Teil der Existenz wieder vom nicht-materiellen Teil (Desinkarnation). Dieser Vorgang kann sehr schwierig und schmerzhaft sein, insbesondere wenn er plötzlich (z.B. durch einen Unfall) oder nach langer, schwerer Krankheit erfolgt. Er kann jedoch auch sehr einfach und leicht vonstatten gehen, z.B. wenn ein erfülltes Leben hinter sich gebracht wurde.

 

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