Das Sommerekzem der Islandpferde
Ausdruck einer chronischen Ausleitungsschwäche

von

Dr. Dr.
Peter Schneider 
Tierarzt und Anthropologe
Maldonado, Uruguay

Homepage:
http://www.pferdemedizin.com

Kontakt: per Email oder Telefon (04251 7524, zum deutschen Festnetztarif)

und

 Karola Schmeil 
(Islandpferdetrainerin)

 

 das Buch zur Homepage: "Gedanken altern nicht"
(3. erw. Auflage 2010, ISBN: 978-3-8334-5446-2)

  elektronische Bücher (eBooks)

 

Copyright © 1999 by Peter Schneider und Karola Schmeil


 

Unter dem Sommerekzem der Islandpferde wird eine typische Erkrankung verstanden, die zunächst mit einer verstärkten Blutfülle und Schwellung der Haut beginnt, dann zur Bildung von Bläschen führt, die zusammenfließen und später Anlaß zu umschriebenen oder großflächigen, nässenden Stellen mit Krustenbildung und Juckreiz geben (Hanns-Jürgen Wintzer (Hrsg.): Krankheiten des Pferdes, 2. Auflage, Verlag Paul Parey, 1997).

Besonders bei feinhäutigen Pferderassen, wie den Islandpferden, treten diese Veränderungen in der warmen Jahreszeit vorwiegend im Bereich des Halses, sowie auf Partien des Rückens und der Seiten auf. Nach bisheriger Auffassung entsteht ein Ekzem durch die Einwirkung exogener (Stiche von Stechmücken) oder endogener Allergene sowie anderer Noxen, wobei vielfach eine angeborene oder erworbene Ekzembereitschaft vorliegt. Das Sommerekzem kommt bei in Island gehaltenen Isländern fast nicht vor, da es dort u.a. kaum Stechmücken gibt. 

Die Krankheitssymptome lassen sich bei Tieren, die auf dem Festland gehalten werden, durch eine Haltung am Meer oder im Hochgebirge stark bessern. Ebenso verschwinden die Ekzeme zu einem Großteil wieder bei Einbruch einer kalten Witterung.

Einen guten Überblick über die unterschiedlichen Aspekte dieser Erkrankung gibt die "Sweet Itch"-Seite (ItchBase) von Christoph Bouthillier.

Um die wirklichen Ursachen des Sommerekzems zu ergründen, sollte zunächst der Ursprung der Pferderasse in Betracht gezogen werden.  

Islandpferde wurden einst von den Wikingern vor ca. 1100 Jahren nach Island gebracht. Island ist eine vulkanische Insel mit einer spärlichen Vegetation. Für die Bewohner Islands war es daher notwendig, eine kleine, robuste, genügsame und vielseitig einsetzbare Pferderasse zu züchten. Durch Selektion entstand eine Rasse, die an die Gegebenheiten ihrer Umgebung perfekt angepaßt ist. Bemerkenswert ist, daß es in dieser langen Zeit der Existenz der Islandpferde kaum eine Vermischung des Erbgutes gab. Aus gutem Grund ist daher der Import von Pferden nach Island verboten, was bis heute streng überwacht wird.

Auf Grund der vielfältigen überragenden Eigenschaften der Islandpferde war es eine Frage der Zeit, bis Pferde auf das Festland gebracht und hier weitergezüchtet wurden. Heute ist die Pferderasse in vielen Ländern anzutreffen, wo sie ihren Dienst für den Menschen in der ihr eigenen unermüdlichen Weise verrichtet. Mit dem Verlassen Islands kommen die Pferde jedoch in eine Umgebung, die ihrem Naturell nicht mehr vollständig entspricht. 

Zusätzlich werden die Tiere einer starken psychischen Belastung ausgesetzt; viele Islandpferde trauern sehr, wenn sie von Island auf das Festland verbracht werden. 

Um das Ekzem zu vermeiden, werden die Pferde nicht nur im Winter sondern immer häufiger auch ganzjährig im Stall gehalten. Die an das Futter karger und mineralstoffreicher Böden Gewöhnten bekommen nicht wie in Island fettreiches Gras zu fressen, sondern eiweißreiches Gras meist von gedüngten Wiesen, und sie werden gegen Insekten oft nur durch einen sog. Offenstall geschützt.

Oft wird für ein für andere Pferderassen entwickeltes Kraftfutter zugefüttert. Die für Island typische "Herbstweide", bei der Reitpferde im Herdenverband im Hochland auf mehrere 100 ha großen Weiden frei laufen können, ist auf dem Festland weitgehend unbekannt und wegen Platzmangels oft auch nicht durchführbar. Unter den hiesigen Haltungsbedingungen verringert sich die jährliche Bewegung der Pferde daher um mindestens 50%.

Bei vielen auf das Festland gebrachten Isländern kommt es je nach Veranlagung nach kürzester Zeit oder manchmal erst nach Jahren zu einer Überlastung des Stoffwechsels, und es ist nur der Robustheit dieser Rasse zu verdanken, daß nicht noch schwerwiegendere Schäden als "nur" das Sommerekzem und andere therapierbare Gesundheitsstörungen auftreten.

Darüber hinaus sind die in Deutschland gehaltenen Isländer mittlerweile Mitglieder unserer Wohlstandsgesellschaft geworden, und es gelten für sie heute prinzipiell die gleichen schädlichen Einflüsse auf die Gesundheit wie für Menschen. Diese Zusammenhänge wurden von dem österreichischen Kinder- und Allgemeinarzt Dr. med. Konrad Werthmann in vortrefflicher Weise in jahrzehntelanger Arbeit ergründet und beschrieben (Konrad Werthmann: Ratgeber für Allergiker und chronisch Kranke, 1998, erhältlich bei Semmelweis-Verlag, Hoya). Chronische Krankheiten, zu denen auch das Sommerekzem gehört, beruhen nach Werthmann letztlich auf drei Faktoren:

- einem chronisch gestörten Darmmilieu
- hierdurch Verschlechterung der Anpassung an äußere Reize
- einem zusätzlichen Störfeld.

Der Darmraum (Intestinalraum) kann zu einem Störfeld ersten Ranges werden, und er ist dann die Ursache vieler chronischer Krankheiten. Im Bereich des Darmes finden sich über 80% aller Lymphknoten, und im lymphatischen Gewebe des Darmes werden über 90% aller Immunzellen gebildet und gefunden. Daher gibt es eine direkte Beziehung zwischen dem Darm und dem Immunsystem.

Das Zelle-Milieu-System des Darmes wird bei Menschen und auch bei unseren Haustieren oft bereits in der ersten Lebensphase durch Verfütterung zu großer Mengen an Eiweiß, das zudem oft artfremd ist (z.B. Kuhmilcheiweiß in Milchaustauscherfutter für Fohlen), geschädigt. Da der Körper dieses Eiweiß nicht vollständig abbauen kann, treten allergische Reaktionen auf, und eine Verkümmerung (Atrophie) der Zotten und der Schleimhaut des Darmes ist die Folge.

Hierdurch bedingt, verändert sich die Zusammensetzung der Mikroorganismen des Darmes sowohl mengenmäßig als auch in der Qualität, und es kommt zu einer massiven Schädigung des Darmmilieus, wodurch sich Pilze und Hefen, wie z.B. Candida albicans, stark vermehren können. In Folge der Insuffizienz der Darmschleimhaut wird auch das Immunsystem stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Zusammenhang mit der Veränderung der Mikroorganismen des Darmes entstehen zudem giftige Stoffwechselprodukte, die die Leber zusätzlich zur großen Eiweißmenge stark belasten.

Durch diese Einflüsse und darüber hinaus durch mangelhafte Bewegung, sowie oft auch durch psychischen Streß kommt es zu einer Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes in den Körpergeweben in den sauren Bereich, wodurch viele Stoffwechselvorgänge nicht mehr normal ablaufen können. Außerdem sind in diesem Zusammenhang die regelmäßigen Impfungen von Bedeutung, bei denen das im Impfstoff enthaltene artfremde Eiweiß ohne Verdauung direkt ins Gewebe injiziert wird.

Weiterhin ist der Darm ein großes Ausscheidungsorgan. Wenn dieses nur teilweise blockiert wird oder versagt, kommt es zu Ablagerungen in den einzelnen Körperregionen. Über die intestinale Ausscheidung läuft ein hoher Anteil der Eliminierung von Allergenen. Gelingt eine solche im Rahmen einer gestörten Darmfunktion nicht, werden weitere Schwachorgane, wie die Haut, für den Ausscheidungzweck "mißbraucht".

Nach Werthmann ist "die Haut die Dulderin des Darmes" !

Die genannten Faktoren und eine gestörte Darmfunktion sind für viele "Zivilisationskrankheiten" bei der modernen Pferdehaltung verantwortlich. Auf dem Kontinent gezogene Pferde vermögen jedoch in vielen Fällen solche Mängel zu kompensieren. Anders jedoch die Isländer: diese Rasse ist, wie zuvor beschrieben, zwar sehr robust, jedoch an eine Umgebung mit kargem Futter und viel Bewegung über jährlich viele hundert Kilometer angepaßt.

Chronische Fehler in der Fütterung und Haltung, die oft unbewußt gemacht werden, führen bei dieser Rasse sehr bald zu chronischen Erkrankungen. So wurde aus Untersuchungen der jüngsten Zeit deutlich, daß nicht nur kranke, sondern auch augenscheinlich gesunde Isländer oftmals eine starke Leberbelastung aufweisen, wobei die Werte für bestimmte Leberparameter (z.B. AST, GLDH, GGT) im Blut sehr stark erhöht sind. 

Eine wesentliche Ursache für diese Störung des Leberstoffwechsels liegt darin, daß Pferderassen wie die Isländer, die an die starke Umgebungsenergie ihres Heimatlandes über Jahrhunderte adaptiert sind, unter den Bedingungen des Festlandes nicht mehr genügend Stoffwechselenergie mobilisieren können. Zudem hat die Leber auch einen sehr starken psychischen Bezug (Dietrich Klinghardt: Lehrbuch der Psychokinesiologie), wobei nach dem Gefühlsatlas Gefühle, wie Verzweiflung, Unglücklichsein, Unzufriedenheit, Wut, Groll, Beunruhigung, mangelnde Anerkennung über die Leber ausgedrückt werden. So fragte kürzlich eine Pferdebesitzerin, "ob die Tiere denn nicht sogar über die Haut weinten".

Emotionale und energetische Blockaden führen dazu, dass die Energien des Körpers nicht mehr frei fließen können. Während bestimmte Gewebe und Organe energetisch unterversorgt sind, besitzen andere Organe gleichzeitig zuviel Energie.

Blutsaugende Insekten sind für lokale Ansammlungen von "Lebensenergie" sehr empfänglich. Ein solcher Energiestau lässt sich natürlich durch konventionelle Maßnahmen, wie z.B. mit Hilfe von Cortison, unterdrücken. Dies hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass das Ekzem nicht geheilt wird sondern der Stoffwechsel des Pferdes insgesamt beeinträchtigt wird. Besser und erfolgreicher ist eine Therapie des Sommerekzems durch ganzheitlich-energetische Methoden, mit denen auch der Energiefluss des Tieres reguliert und oft eine echte Heilung erreicht wird.

Gelingt es einem Islandpferd nicht, die sich im stark belasteten Stoffwechsel angesammelten Schlacken und Gifte durch die Leber abzubauen und vor allem über den Darm, aber auch über Harn, Atemluft und Schweiß, auszuscheiden, werden bei ihm diese Substanzen in Abhängigkeit von der genetischen Disposition über die Haut ausgeschieden. Da nicht nur das Milieu der anderen Körpergewebe verändert ist, sondern auch das der empfindlichen Haut, vermag diese ihre normale Funktion nicht mehr zu erfüllen.

Es kommt daher zu mannigfaltigen Veränderungen, einer mangelhaften Immunabwehr und zu Infektionen mit Bakterien und Pilzen, insgesamt also zu einem Krankheitsbild, das wir u.a. als Sommerekzem bezeichnen. Da bei dieser Erkrankung Substanzen, die eigentlich über den Darm ausgeschieden werden sollen, über die Haut ausgeleitet werden, ist das Sommerekzem Ausdruck einer chronischen Ausleitungsschwäche, vergleichbar mit der Neurodermitis des Menschen.

Auf das Phänomen, daß sich ein Ekzem als Heilungsreaktion eines Leberschadens entwickeln kann, hatte der deutsche Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg bereits im Jahr 1955 hingewiesen (H.-H. Reckeweg: Homotoxikologie - Ganzheitsschau einer Synthese der Medizin). 

Die genannten Stoffwechselveränderungen laufen jedoch auch oft unterschwellig (subklinisch) ab, ohne daß sie von außen erkennbar werden. Manchmal geben nur relativ unspezifische Erscheinungen, wie z.B. nachlassende Arbeitslust, Schwellungen der Gliedmaßen oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen (z.B. erhöhte Infektanfälligkeit) einen Hinweis darauf. In solchen Fällen sind daher auch immer Fütterung und Leberfunktion durch spezielle Blutuntersuchungen zu überprüfen.

Es ist kennzeichnend, daß sich das Ekzem bei Kälte oder im Reizklima an der See bessert oder manchmal sogar scheinbar abheilt. Der Grund hierfür liegt u.a. in einem gesteigerten Stoffwechsel, durch den die schädlichen Substanzen besser abgebaut werden können.

Dennoch verschwinden die Ursachen der Erkrankung meist nicht von selbst, so daß das Sommerekzem dann im nächsten Jahr erneut auftritt. Andererseits bieten gerade die günstigen Verhältnisse der Winterzeit die Möglichkeit einer grundlegenden Therapie.

An erster Stelle einer erfolgreichen Therapie eines Sommerekzems eines Isländers steht die Optimierung von Haltung und Fütterung, wobei stark auf die Bedürfnisse dieser Pferderasse einzugehen ist. Für Isländer bedeutet dies vor allem die Umstellung auf möglichst karges Futter bzw. Ersatz von Futteranteilen durch eiweißarmes Spezialfutter. Generell ist das Futtereiweiß zu reduzieren (Eiweißgehalt der Ergänzungsfuttermittel nicht über 10%), die Kraftfuttergabe der Belastung des Pferdes anzupassen und eine ausreichende Mineralstoffversorgung sicherzustellen (in Island sorgt die Aufnahme oder Fütterung von Isländisch Moos, einer Flechte, für eine Regulierung der Mineralstoffzufuhr sowie der Funktion der Haut und der Verdauungsorgane).

Weiterhin sind genügend große und wenig gedüngte Weiden zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sind eine vernünftige Belastung sowie viel Bewegung an frischer Luft sehr wichtig.

Von besonderer Bedeutung ist die Versorgung mit einem guten Tränkwasser, das auf Island in genügender Menge verfügbar ist. Diesem Bedürfnis der Pferde wird auf dem Festland nur in wenigen Fällen die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Stattdessen werden oft ungeeignete Oberflächenwässer oder Tiefenwässer als Tränkwasser verwendet, die z.T. sehr eisenhaltig oder sehr sauer sind. Durch dieses Tränkwasser wird der Stoffwechsel zusätzlich stark belastet.

Die Veränderungen der Mikroorganismen des Darmes und die Schädigungen von Leber, Darm, Immunsystem und Haut lassen sich effektiv nur mit Hilfe von Arzneimitteln beseitigen. Dabei dürfen die Krankheitssymptome jedoch keinesfalls unterdrückt werden, da hierdurch die Ausleitungsschwäche noch verstärkt würde.

Bei der ganzheitlichen Behandlung eines Sommerekzems hat sich eine isopathisch-homöopathische Regulationstherapie und eine nachfolgende Stabilisierung mit Schüßler-Salzen seit vielen Jahrzehnten bewährt. Diese Therapie geht auf die Arbeiten des deutschen Zoologen und Mikrobiologen Professor Dr. Günther Enderlein zurück, die zum großen Teil bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg publiziert wurden (Erik Enby, P. Gosch u. M. Sheehan (1998): Die revolutionären medizinischen Entdeckungen von Professor Dr. Günther Enderlein. Semmelweis-Verlag, Hoya).

Seit Jahrmillionen leben in allen Säugetieren und im Menschen Kolloide (kleinste Eiweißpartikel) der Pilzstämme Mucor racemosus Fresen. und Aspergillus niger van Tieghem, die Übergänge zu höheren Formen bilden und deren Entwicklungsvorgänge zuerst von Professor Enderlein in Menschen und Tieren beobachtet und beschrieben wurden.

Im gesunden Organismus kommen sie als Primitivformen vor, die im Stoffwechsel eine wichtige regulierende Funktion besitzen. Prof. Enderlein nannte diese vor Jahrmillionen in den gesamten Säugetierkreis eingedrungenen Mikroorganismen "Endobionten".

Diese Untersuchungsergebnisse wurden bis heute vielfach bestätigt (siehe den Artikel "Prof. Enderlein's Forschung aus heutiger Sicht").

Der Entwicklungsablauf des Endobionten zeigt in seinem Urstadium zunächst die primitivste Form: das Kolloidstadium. Kolloide sind allerkleinste Eiweißpartikel, die heranwachsen und nachdem sie verschiedene Zwischenstadien durchlaufen haben, bei verändertem Milieubedingungen in den Körpergeweben ins Bakterienstadium eintreten können.

Nach weiteren zahlreichen Einheiten innerhalb dieses Entwicklungskreislaufes, die zu den verschiedensten chronischen Krankheiten führen können, ist die letzte Form des Kreislaufes der Pilz, der jedoch im lebenden Organismus nur im terminalen Stadium kurz vor dem Tode beobachtet werden kann.

Der Endobiont durchläuft also drei Grundphasen der Entwicklung: Kolloid - Bakterium - Pilz, welche bisher als selbständige, unveränderliche Organismen angesehen wurden. Prof. Enderlein zeigte diesen Entwicklungsvorgang auf und erklärte, daß alle diese Stadien zusammen einen einzigen gemeinsamen Kreislauf bilden, der seinen Ausgang von dem im Innern der jeweiligen Zellen enthaltenen, völlig gleichartigen, ungegliederten, kolloidalen und bewegungslosen Eiweißstoff nimmt.

Verschiedene Ursachen - Infektionen, auch Impfungen, falsche Fütterungs- und Haltungsbedingungen, naturwidrige Umweltverhältnisse, Alterserscheinungen usw. - können die Milieubedingungen verändern und die Primitivformen nach Enderlein in höhere Stadien bringen, wodurch sie parasitär werden.

Es gelang in über 40 Jahren intensiver Forschertätigkeit, die Wandlung und Entwicklung der Parasiten in ihren verschiedenen Erscheinungsformen und deren Zyklus zu beobachten und zu dokumentieren. Erst nachdem er in der Lage war, die biologisch-entwicklungsgeschichtlichen Grundlagen der Parasiten darzulegen, wurde es Enderlein möglich, therapeutische Maßnahmen zu ihrer Regulation zu entwickeln.

Dies führte zur "Isopathie", welche besagt: Die aufgetretenen verschiedenen höheren, pathogenen Entwicklungsformen werden durch isopathisch-homöopathische Arzneimittel in niedere, apathogene Phasen zurückgeführt, welche über die Ausscheidungsorgane den Körper verlassen.

Die isopathisch-homöopathischen Arzneimittel sind nicht gegen die Krankheit bzw. deren Symptome gerichtet, sondern sie unterstützen den Körper in seiner eigenen Regenerationsfähigkeit und lassen dadurch echte Heilvorgänge zu. Die Therapie normalisiert das Symbiosegleichgewicht zwischen den endobiontischen Mikroorganismen und ihrem Wirt. Zusätzlich zu der Verabreichung isopathischer Arzneimittel ist oftmals die Gabe weiterer homöopathischer Arzneimittel erforderlich, welche die Organfunktionen und die Überreaktion des Immunsystems normalisieren.

Innerhalb des genetisch vorgegebenen Rahmens ist die beschriebene Regulationstherapie des Sommerekzems in der Lage, die Ursachen der Stoffwechselstörungen zu beseitigen, das Säure-Basen-Gleichgewicht und die Symbiose der Mikroorganismen des Darmes und der Haut wiederherzustellen. Die Funktionen der Haut und des Immunsystems können normalisiert werden; gleichzeitig werden auch die nachteiligen Folgen der notwendigen Impfungen beseitigt. Einzelheiten dieser Therapie sollten mit dem betreuenden Tierarzt bzw. der betreuenden Tierärztin abgestimmt werden. 

Eine Regulierung der starken psychischen Belastung der Islandpferde gelingt zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen dauerhaft jedoch meist nur mit besonderen energetischen Methoden

Fazit:

Insgesamt ist festzustellen, daß die Haltung von Islandpferden wegen ihrer besonderen genetischen Disposition auf dem Kontinent sehr hohe Anforderungen stellt. Wäre diese Pferderasse aufgrund ihres speziellen Erbgutes nicht so einzigartig, hätte das Interesse an der Zucht von Pferden isländischer Abstammung vermutlich längst stark nachgelassen.

Das Gegenteil ist der Fall, obwohl auch kontinental gezogene Pferde an Sommerekzem erkranken können. Unter Berücksichtigung bewährter naturheilkundlicher Verfahren gelingt es jedoch, den Islandpferden auch unter den Bedingungen des Festlandes ein artgerechtes Dasein zu ermöglichen.

Eine ganzheitliche Therapie des Sommerekzems bringt nur dann den gewünschten Erfolg, wenn den Tieren gleichzeitig ein symbiontisch wertvoller Lebensraum zur Verfügung steht. Ohne eine Regulation dieses Lebensraumes unter Anwendung energetischer Verfahren ist unter den heutigen Bedingungen eine dauerhafte Heilung des Sommerekzems kaum noch möglich.

 

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