Als Überforderung
wird das Missverhältnis zwischen eigenen oder von außen gestellten Ansprüchen
und den tatsächlich gegebenen Möglichkeiten und Fähigkeiten bezeichnet.
Ein krankhaftes, chronisches Überforderungssyndrom entsteht durch eine
andauernde Überforderung in Verbindung mit einem Dauerstress.
Eine solche permanente Überforderung kann körperlich (z.B. durch
zu starkes oder zu frühes Training (sog. "Übertraining") oder falsche
Fütterungs- und Haltungsbedingungen), aber auch sozio-emotional erfolgen (z.B. durch
andauernde Rangordnungskämpfe).
Ein chronisches Überforderungssyndrom wird beim Pferd nicht nur
durch Menschen verursacht.
Nach meiner Beobachtung gibt es viele sehr ehrgeizige Pferde
insbesondere im hohen Sport, die sich selbst derartig stark unter Druck setzen,
dass die an sich selbst gestellten Anforderungen die Möglichkeiten des eigenen
Körpers übersteigen.
Diese Gegebenheiten sind auch aus dem Humanbereich wohl bekannt
(z.B. bei Golfspielern oder Musikern, die kaum noch eine koordinierte Bewegung
der Hände zustande bringen).
Ebenso findet sich ein chronisches Überforderungssyndrom häufig
bei alternden Tieren mit hoher Rangordnung in der Herde, die den körperlichen
Anforderungen ihrer Position nicht mehr gewachsen sind.
Die Erkrankung führt zunächst zu nachlassender
Entspannungsfähigkeit bei gleichzeitig zunehmender Verkrampfung (z.T. häufige
Koliken) und später zu
einem Verlust der Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit. Schließlich kann sie zu einer generell
erhöhten Krankheitsanfälligkeit des Organismus mit ungenügender
Selbstheilungskraft, Schwäche und Abmagerung führen (sog. "katabole
Stoffwechselentgleisung", s.a. J. Schole und W. Lutz: Regulationskrankheiten -
Versuch einer fachübergreifenden Analyse. Enke-Verlag, 1988).
Das Überforderungssyndrom aus
naturheilkundlicher Sicht
Aus naturheilkundlicher Sicht
existieren Tiere gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen (materielle,
vitalenergetische und emotionale Existenzebene).
Der Fluss der Energien auf diesen
Ebenen erfolgt beim Tier hauptsächlich
von vorn nach hinten.
Grundsätzlich können Krankheiten vor allem dann entstehen, wenn der
Energiefluss auf seinem Weg blockiert wird. Die Energie wird dann automatisch in die
horizontale Richtung geleitet (s.a. den Beitrag über die
"Entstehung von Krankheiten aus naturheilkundlicher Sicht" auf
dieser Homepage).
Bei länger bestehender Blockade
wird die in die Peripherie geleitete Energie schließlich teilweise vom
Wirt abgetrennt, und es entsteht ein Konflikt. Dieser führt
sozusagen ein Eigenleben, weil er der Gesamtregulation des Organismus nicht mehr
unterworfen ist. Gleichzeitig bezieht er jedoch über eine „energetische
Nabelschnur“ nach wie vor seine Energie aus dem Wirtsorganismus und
schwächt ihn.
Die Hauptursache von Krankheiten
entsteht dadurch, dass in die Lücke, die die abgeschnürte
Konfliktenergie im Wirtskörper hinterlassen hat, fremde Energien
eindringen können. Diese Energien können so stark werden, dass sie
die gesamte Regulation des Wirtsorganismus beeinträchtigen.
Am deutlichsten wird dieses Phänomen
bei Konflikten auf der
materiellen Ebene, wenn bei einer Störung der Funktion und Struktur der
Zellen ('zelluläre
Dysbiose') fremde, pathogene Bakterien und/oder Viren einwandern und z.B. Entzündungen
hervorrufen.
Für die Konflikte auf den drei Daseinsebenen
der Tiere ergeben sich folgende Möglichkeiten. Ein chronisches
Überforderungssyndrom kommt vor allem durch Konflikte auf der
emotionalen und/oder vitalenergetischen Ebene zustande. Dabei sind stets
auch die
darunter liegenden Existenzebenen betroffen.
|
Emotionale Ebene: |
Entstehung eines
“unerlösten seelischen
Konfliktes“
(Dietrich Klinghardt: "Lehrbuch der Psychokinesiologie",
Bauer, 2003), oftmals verbunden mit Angst. |
|
Vitalenergetische
Ebene: |
Energiekonflikt,
Entstehung einer
„energetischen
Imbalance“,
oftmals verbunden mit Schmerzen
(Schmerz ist
immer ein Zeichen eines gestörten
vitalenergetischen Flusses). |
|
Materielle Ebene: |
Entstehung einer
„mikrobiellen Dysbiose“
von Schleimhäuten und Zellen, die bis zur
tumorösen
Entartung der Zellen führen kann.
Nach naturheilkundlicher Ansicht hat eine
Krebserkrankung
ihre Ursache
fast immer im
Dickdarm! |
Auf der vitalenergetischen Existenzebene, der Ebene der
Energiemeridiane betrifft das Überforderungssyndrom besonders die drei folgenden
Meridiansysteme und zugehörige Organe:
-
Blase/Nieren:
Hypophyse (über 50% der Schlachtpferde
haben einen Hypophysentumor) und Nebennieren (z.T. mit Entwicklung eines
Morbus Cushing und chronischer Hufrehe),
-
Leber/Gallenblase: Leber (veränderte
Stoffwechselleistung mit z.T. verminderter Entgiftungsfunktion, z.T. starke
Futterunverträglichkeiten bis hin zur Grasunverträglichkeit),
-
Magen/Milz-Pankreas: Magen (60% der Turnierpferde und
90% der Galopper im aktiven Rennsport haben ein Magengeschwür),
Milz-Pankreas (z.T. mit Entstehung von Zuckerverwertungsstörungen, wie
Diabetes oder
PSSM
= Polysaccharidspeichermyopathie).
Naturheilkundliche Therapie
Das chronische Überforderungssyndrom ist also bei Pferden relativ
häufig, und die konventionelle Tiermedizin besitzt kaum wirksame
Behandlungsmöglichkeiten.
Eine naturheilkundlichen Regulation der
Erkrankung beinhaltet folgende Schwerpunkte:
-
Optimierung von
Fütterung und Haltung,
-
Minimierung des
chronischen Überforderungsstresses,
-
Regulation des blockierten Energieflusses,
-
Rückführung
(Reintegration) der abgeschnürten Konfliktenergie in den Wirtsorganismus,
-
Ausleitung der in die Konfliktlücke eingedrungenen Fremdenergien
z.B. mit Hilfe
homöopathischer Arzneimittel.
Ein wichtiges Ziel der Therapie ist die Entspannung, denn nur in der Entspannung ist eine Regeneration des erkrankten Organismus möglich.
Die Vorgehensweisen sind u.a. in den Beiträgen zur "Hierarchischen
Multiregulation", "naturheilkundlichen
Psychotherapie" oder "energetischen
Pferdemedizin" auf dieser Homepage beschrieben.
Zusätzlich ist auf eine vollständige Regeneration des Tieres im
Training zu achten; hierzu wird ein Trainingsplan aufgestellt bzw. ein
bestehender Plan optimiert,
der an das Leistungsvermögen des jeweiligen Pferdes angepasst ist.
Sehr hilfreich insbesondere bei Hochleistungspferden ist
darüber hinaus ein "energetisches
Coaching", mit dem ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft erhalten werden kann.
Die geschilderten Gegebenheiten gelten selbstverständlich nicht
nur für Pferde, sondern auch für andere Tierarten.
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